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News Freitag, 22. Mai 2015

Studentischer Wettbewerb zur Energiewende gestartet - Drei Sieger-Projekte

Kassel, 22. Mai 2015 - Zum Wintersemester 2014/15 ist erstmals der Wettbewerb Energiewende an der Universität Kassel gestartet. Der Wettbewerb wendet sich an studentische Projektteams, die eigene Ideen zu Erneuerbaren Energien sowie Energieeffizienz in die Praxis umsetzen. Insgesamt werden bis zu drei studentische Projekte mit jeweils 10.000 Euro von der cdw Stiftungsverbund gGmbH gefördert. Nun wurden die drei Projekte ausgewählt.

Die regionale Energiewende ist neben weiteren Handlungsfeldern ein besonderes Anliegen, das der gemeinnützige cdw Stiftungsverbund im Rahmen seiner Stiftungsschwerpunkte mit eigenen Projekten verfolgt. Vor diesem Hintergrund richten der Stiftungsverbund und die Universität Kassel gemeinsam den Wettbewerb zur Energiewende aus. „Für die Universität Kassel stellt der Wettbewerb die Möglichkeit dar, innovative Ideen von Studierenden und Know-how zur Energiewende zu fördern sowie vor allem die Umsetzung dieser Ideen zu ermöglichen“, sagt Dr. Jana Gattermann, Umwelt-Koordinatorin der Universität.

Thema des Wettbewerbs ist die Energiewende mit Schwerpunkt auf die Region Nordhessen. Dabei richtete sich der Wettbewerb an studentische Projektteams der Universität Kassel, die Ideen zu Erneuerbaren Energien sowie Energieeffizienz in die Praxis umsetzen. Insbesondere interdisziplinäre Teams mit Mitgliedern aus zwei oder mehreren unterschiedlichen Fachbereichen oder Studiengängen waren angesprochen, sich mit ihren Projektideen zu bewerben. Gefragt waren Ideen ganz vielfältiger Art: Neben Projekten mit technischem Schwerpunkt wie besondere Anlagen- und Gebäudekonzepte oder Konzepte zur Minimierung des Energiebedarfs konnten gleichermaßen Projektideen beispielsweise zu gesellschaftlichen Aspekten oder zur Förderung der Akzeptanz  von Erneuerbaren Energien eingereicht werden.

„Wir möchten mit dem Wettbewerb das Interesse bei den Studierenden für die dezentralen, erneuerbaren Energietechnologien und die jeweiligen Fachbereiche wecken und zu einer noch stärkeren Verankerung der Thematik an der Universität beitragen. Denn sie sind die Fachkräfte von Morgen, die für eine erfolgreiche Umsetzung der Energiewende dringend benötigt werden“, erläutert Volker Wasgindt, Geschäftsführer des cdw Stiftungsverbundes. „Gleichzeitig fördert der Wettbewerb den Praxisbezug, die fächerübergreifende Kooperation und das studienübergreifende Engagement der Studentinnen und Studenten.“

Unter den eingereichten Bewerbungen wählte nun eine vom Präsidium der Universität Kassel eingesetzte Jury, bestehend aus Hochschulprofessoren sowie Vertretern der Studierendenschaft und des Stiftungsverbundes, drei Projekte aus.  Gewinner des Wettbewerbs sind die Projekte „Cellule Soleil“, „prosumergy Mieterstrom“ sowie „Entwicklung eines Systems zur Automatisierung des hydraulischen Abgleichs in großen Heizungsanlagen“: 

Im Projekt „Cellule Soleil“ entwickeln Studierende aus dem Bereich Architektur, Elektrotechnik und der Kunsthochschule ein Konzept für die Integration von Solarzellen in textilen Freiformfassadenmodulen. Für die  Umsetzung ist dabei die Entwicklung von zwei energieautarken, interaktiven Skulpturen für den Kasseler Stadtraum geplant. Mit der Projektidee „prosumergy Mieterstrom“ möchte das zweite studentische interdisziplinäre Gewinnerteam ein Konzept für den Vor-Ort-Verbrauch von Solarstrom für Mieter in einem Mehrfamilienhaus realisieren, auf dem eine eigenverbrauchsoptimierte Photovoltaik-Anlage installiert wird. Die Nutzer der Immobilie, die Mieterinnen und Mieter, sollen dabei den auf dem Dach erzeugten Solarstrom in Form eines Mieterstromkonzeptes direkt beziehen können, verbunden mit einem regelmäßigen Feedback zu ihrem Verbrauchsverhalten. Eine gleichmäßige Wärmeversorgung strebt schließlich das dritte Projektteam mit der Entwicklung eines Systems zur Automatisierung des hydraulischen Abgleichs in großen Heizungsanlagen an: Mit diesem System soll sich der hydraulische Abgleich zukünftig nicht nur einfacher, sondern vor allem genauer gestalten und dadurch letztlich maßgeblich Energie bei der Nutzung der Heizkörper eingespart werden können. 

Die Projektteams haben nun je nach eingereichter Projektdauer ein oder zwei Semester Zeit, mit Hilfe der jeweiligen finanziellen Förderung ihre Projektideen umzusetzen. Fachliche Unterstützung bei der Planung und Durchführung der Projekte gibt es vor allem durch die betreuenden Fachgebiete der Universität Kassel, welche Beratung, Know-how oder auch beispielsweise den Zugang zu Werkstätten bieten können. 

 

Über die Universität Kassel

Die Universität Kassel verfügt über ein unverkennbares Profil im Bereich der umweltbezogenen Bildung und Forschung, welches sich auch im Leitbild der Universität wiederspiegelt. Zahlreiche Forschungsprojekte, Lehrveranstaltungen und Studiengänge mit Umweltbezug bilden das Aushängeschild der Universität. Dabei bietet die Universität  Kassel den Studierenden und Promovierenden verschiedene Möglichkeiten ihr Umweltwissen zu vertiefen und zeichnet sich im Bereich der Umweltforschung vor allem durch interdisziplinäre Forschergruppen aus. Die zusätzlichen Umweltaktivitäten an der Universität Kassel tragen zum einen dazu bei, das Umweltprofil uniintern zu stärken, es zum anderen aber auch in der Region und darüber hinaus bekannt zu machen. Beispielsweise sollen Aktivitäten für Kinder und Schüler diese für Umweltthemen sensibilisieren. Die Kooperation mit verschiedenen regionalen Akteuren, wie dem cdw Stiftungsverbund bietet weitere Ansätze den Wissenstransfer zu verstärken. 

 

Über den cdw Stiftungsverbund 

Seit dem Jahr 2012 konzentriert sich die Arbeit der cdw Stiftungsverbund gGmbH unter der Maxime „energy for all“ auf zwei Schwerpunkte. Der erste Schwerpunkt ist die Elektrifizierung netzferner Gebiete in Entwicklungsländern: Der gemeinnützige Stiftungsverbund verfolgt die Vision, dezentrale Energiesysteme auf Basis Erneuerbarer Energien in Regionen zu bringen, die heute keine Anbindung an das Stromnetz haben. Hierzu entwickelt und fördert der Stiftungsverbund Geschäftsmodelle und Konzepte zur Verbreitung von PV-basierten dezentralen Inselsystemen in Entwicklungsländern. Der zweite Schwerpunkt liegt in der Unterstützung der Region Nordhessen, für deren Entwicklung sich der cdw Stiftungsverbund im Rahmen von einigen Handlungsfeldern aktiv einsetzt. Dazu zählt das Thema Nachhaltigkeit und die aktive Begleitung der regionalen Energiewende ebenso wie beispielsweise die Unterstützung einer gerechteren Chancenverteilung für Kinder und Jugendliche, die Kunst- und Kulturszene sowie auch die Förderung der Stadt Kassel als Universitäts- und Forschungsstandort.

 

 

Kontakt:

Universität Kassel   cdw Stiftungsverbund gGmbH

Profilentwicklung Umwelt Friedrich-Ebert-Straße 104

Kurt-Schumacher-Str. 25 34119 Kassel

34117 Kassel

 

Dr. Jana Gattermann Volker Wasgindt

Tel. +49 561 804 2249 Tel. +49 561 766446-20

umwelt@uni-kassel.de Volker.Wasgindt@cdw-Stiftungsverbund.de

 

Download Bild Studentischer Wettbewerb

v.l.n.r.: Volker Wasgindt (Geschäftsführer cdw Stiftungsverbund gGmbH), Steffen Tegtmeyer, Lasar Säger, David Geiger (Team "Entwicklung eines Systems zur Automatisierung des hydraulischen Abgleichs in großen Heizungsanlagen"), Daniel Netter, Lena Cielejewski, Christopher Neumann (Team "prosumergy Mieterstrom"), Dr. Jana Gattermann (Umwelt-Koordinatorin Universitat Kassel); Team „Cellule Soleil“ fehlt